30.03.2026

Großangriff auf Cyberkriminelle: Tech-Giganten schmieden Allianz gegen Online-Betrug

Sicherheit & IT-Sicherheit
Fast ein Viertel der Menschen in Deutschland kam laut Schufa-Daten bereits mit Online-Betrug in Kontakt. Ob Fake-Shops, Identitätsdiebstahl oder Phishing – die Methoden der Kriminellen werden immer raffinierter. Jetzt reagiert die Branche: Acht der weltweit einflussreichsten Technologie-Unternehmen bündeln ihre Kräfte, um zusammen gegen digitale Verbrechen vorzugehen.

Das Bündnis: Wer steckt dahinter?

Unter dem Namen "Online Services Accord Against Scams" haben sich Branchengrößen wie Amazon, Google, Microsoft, Meta und OpenAI zusammengeschlossen. Auch LinkedIn, Adobe und die Match Group gehören der Allianz an. 

Das Ziel: Eine geschlossene Front gegen die organisierte Kriminalität im Internet zu bilden. 

Die Strategie: Technik, Transparenz und Kooperation

Die Koalition setzt auf drei zentrale Säulen, um die Sicherheit im digitalen Raum zu erhöhen:

  1. Intelligente Abwehr-Tools: Mithilfe neuer Technologien sollen betrügerische Muster schneller erkannt und blockiert werden.
  2. Strengere Verifizierung: Finanztransaktionen und Profile – etwa bei der Personalsuche auf LinkedIn – werden genauer geprüft, um die Erstellung von Fake-Konten zu erschweren.
  3. Austausch mit den Behörden: Ein systematischer Informationsfluss zwischen den Unternehmen und der Strafverfolgung soll sicherstellen, dass Straftaten im Netz konsequenter verfolgt werden können.

Zusätzlich fordert das Bündnis von der Politik, die Betrugsbekämpfung zu einer nationalen Priorität zu erklären und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Der gesetzliche Rahmen: Digital Services Act (DSA)

Diese private Initiative ergänzt die rechtlichen Vorgaben der EU. Der Digital Services Act verpflichtet Tech-Unternehmen bereits dazu, aktiv gegen illegale Inhalte, Betrug und Desinformation vorzugehen. Insbesondere Online-Plattformen stehen in der Pflicht, ihre Sorgfaltsstandards zu erhöhen, um die Nutzerinnen und Nutzer vor betrügerischen Verkaufspraktiken und gefälschten Produkten zu schützen.

Dass die Unternehmen nun über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus zusammenarbeiten, verdeutlicht den Ernst der Lage. Für alle, die im Netz unterwegs sind, ist dies ein wichtiges Signal: Der Schutz vor kriminellen Machenschaften soll durch technische Innovationen und engere Zusammenarbeit deutlich verbessert werden.

Ihr Ansprechpartner

Benjamin Becker
Projektleiter handel.digital
Weiterlesen im Wissenshub
Ähnliche Veranstaltungen
Weiterlesen in Nachrichten
Projektträger
Projektträger: Handelsverband Hessen
Projektträger: Handelsverband Hessen
Förderer
Gefördert durch: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen
Gefördert durch: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen
 
Gefördert durch: Technologieland Hessen
Gefördert durch: Technologieland Hessen
Daten­schutz­ein­stel­lun­gen

Diese Website nutzt externe Medien, wie z.B. Karten, Videos, Podcasts, Buchungsformulare und Social Media Posts, welche alle dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Dabei werden auch Cookies gesetzt. Die Einwilligung zur Nutzung der Cookies & Erweiterungen können Sie jederzeit anpassen bzw. widerrufen.
Eine Übersicht zu den Cookies und externen Medien finden Sie in unserer Datenschutzhinweisen.

Welche Cookies bzw. Erweiterungen möchten Sie erlauben?