Autor: Benjamin Becker

Optimierung der Lagerkosten
Mit kleinen Kniffen zu einer besseren Lagerperformance

eCommerce | Logistik
Die Anzahl an im Web erhältlichen Angebote steigen. Welche Stellschrauben habe ich in Punkto Preis und Service, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Mit kleinen Kniffen im Lager haben Sie die Möglichkeit Ihre Performance zu verbessern. Welche Kniffe sind das? All diejenigen, die ihre Produkte online verkaufen möchten oder sich schon ein E-Commerce Business aufgebaut haben, erhalten in diesem Artikel nützliche Tipps, wie Sie die Lagerkosten senken und damit den Lagerkostensatz verbessern.
Infos zum Thema auf einen Blick:
  • Schaffen Sie mit Zwischenböden, Körben, Sichtlagerkästen oder Palettenboxen mehr Platz in Ihrem Lager und erhöhen dadurch die Lagerwirtschaftlichkeit!
  • Wechseln Sie alte Leuchtmittel aus und senken damit Ihre Energiekosten. Ein Angebot von Fördermitteln zu diesem Thema finden Sie in: Übersicht der Fördermittel
  • Befindet sich die Ware auf Paletten oder in herausnehmbaren Fächern, ist das Produkt dynamisch gelagert. Dies hilft Ihnen, zeitnah auf Bedarfsänderungen der Kunden zu reagieren und die Laufwege bei der Kommissionierung anzupassen.
  • Eine Anordnung der Artikel nach Umschlaghäufigkeit hilft ergänzend die Pickwege zu verkürzen und spart kostbare Zeit bei dem Versand.

Ausgangssituation

In den letzten Jahren ist die Zahl an im Web verfügbaren Produkten gestiegen. Start-Ups sowie regionale Händler und Händlerinnen konnten mit individuellen Produkten aus vertrieblicher Sicht online Erfolge erzielen. Nun besteht der Handel nicht nur aus dem Vertrieb. Die Überbrückung zwischen dem Einkauf und dem Verkauf verursacht Kosten.

Aufgrund der Vielzahl an Anbietern und der mal mehr oder weniger in Wettbewerb stehenden Produkten, ist und bleibt der Verkaufspreis ein ausschlaggebender Punkt bei dem Kaufprozess der Kundschaft. Besteht ein hoher Wettbewerb, verhält sich der Preis dynamisch und die Preisanpassungen verringern den Gewinn.

Unabhängig ob Stationär,- oder Onlineverkauf - es ist immer wichtig, seine Kosten zu kennen. Im Vergleich zu dem Kauf Vorort, kann es binnen Minuten online zu einer hohen Frequenz an Verkäufen kommen. Ist nun der Verkaufspreis knapp kalkuliert und die Lagerkosten nicht genau angesetzt, kann dies unter Umständen zu einer bösen Überraschung bei Ihrem Jahresabschluss führen.

Performanceverbesserungen müssen nicht immer teuer sein
Benjamin Becker, digi.coach

Lösungsansatz

Der Lageraufbau sowie die Lagerorganisation bietet reichlich Möglichkeiten, um Kosten zu reduzieren. Schaffen wir es hier, die Ladeeinheiten ohne Zukauf von Räumlichkeiten zu erhöhen, können wir unser Sortiment erweitern und die Lagerkosten pro Artikel senken. Gerade kleinen Unternehmen oder Start-ups fehlen nach den ersten Erfolgen die nötigen Lagerkapazitäten für die Sortimentserweiterung. Eine effektive Raumnutzung ist hier das A und O.

• Schaffen Sie mit Zwischenböden, Körben, Sichtlagerkästen oder Palettenboxen mehr Platz in Ihrem Lager und erhöhen dadurch die Lagerwirtschaftlichkeit!

• Wechseln Sie alte Leuchtmittel aus und senken damit Ihre Energiekosten. Ein Angebot von Fördermitteln zu diesem Thema finden Sie in: Übersicht der Fördermittel

• Befindet sich die Ware auf Paletten oder in herausnehmbaren Fächern, ist das Produkt dynamisch gelagert. Dies hilft Ihnen, zeitnah auf Bedarfsänderungen der Kunden zu reagieren und die Laufwege bei der Kommissionierung anzupassen.

• Eine Anordnung der Artikel nach Umschlaghäufigkeit hilft ergänzend die Pickwege zu verkürzen und spart kostbare Zeit bei dem Versand.

Im Übrigen lässt sich die Produktivität des Lagers anhand der Output Performance der Packstation steigern.

Alle zum Versand benötigten Utensilien wie Klebeband, Kartonage, Versandmesser und Polstermaterial sollten in ausreichender Menge am Packtisch vorhanden sein. Ein mehrmaliges Besorgen von fehlendem Material wirkt sich negativ auf die Produktivität der Lagerarbeitskraft aus. Eine oftmalige Unterbrechung des Versandprozesses begrüßt Fehler und erhöht damit die Nachliefer,- oder Retourenquote. Achten Sie jedoch darauf, dass der Platz für Versandutensilien nicht zu viel Raum einnimmt. Hier kann stattdessen auch ein Handelsgut gelagert werden, welches am Tag womöglich öfters angesteuert wird als der Lagerplatz für die Kartonage.

Passt die alte Versandkartonage noch zu den aktuellen Produkten? Wenn nein, steckt hier je nach Frequenz ein enormes Einsparungspotenzial. Eine Kartongröße kleiner und geeignetes Füllmaterial ist kosteneffizient, erhöht die Sicherheit auf dem Versandweg und schont Ressourcen.

Wenn Sie im Zuge der Umstrukturierung einen sichtbaren Ort für Ihre Retouren schaffen können – desto besser. Rückläufer mit Gebrauchsspuren, die versehentlich zu den intakten Artikeln einsortiert wurden, verfälschen den Lagerbestand. Dies kann besonders im Hinblick auf die Beantwortung von Kundenanfragen oder einer Inventur ärgerlich sein. Da das Lager permanent Kosten verursacht, verringert sich zudem der Gewinn des Artikels, umso länger er unbeachtet im Warendepot liegt.

Einen Wissensartikel zu dem Thema Retouren und deren Vermeidung finden Sie hier.

Nehmen Sie sich die Zeit und überprüfen die Lagerfähigkeit Ihrer Produkte und die bestehende Lagerstruktur.

Lagerarbeiter im Warenlager
Lagerarbeiter im Warenlager
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