Autor: Marcel Rösel

Jetzt kaufen später zahlen
Neue Zahlverfahren in den Paymentmix aufnehmen

Payment
Immer beliebter beim Kunden ist Buy now - pay later (BNPL). Führt BNPL also zu höheren Konversionsraten, größeren Warenkörben und mehr Loyalität?
Infos zum Thema auf einen Blick:
  • Die Bezahlmethoden im Onlinehandel wie im stationären Einzelhandel verändern sich
  • Bargeld, Überweisung, Rechnung und Karte bleiben beliebt
  • Neue Zahlungsmittel werden immer öfter genutzt
  • Eine größere Auswahl an Bezahlmethoden anzubieten, reduziert Kaufabbrüche
  • Neu und immer beliebter beim Kunden ist Buy now - pay later (BNPL)

BNPL – so funktioniert’s im stationären Handel und im Onlineshop

  1. Der Kunde entscheidet sich beim Checkout für BNPL-Lösung
  2. Händlerinnen und Händler geben den Betrag sowie E-Mail oder Handynummer der Kunden im POS ein oder lösen den Bezahlantrag via App aus.
  3. Kunde gibt persönliche Daten am Handy ein
  4. Bonitätsprüfung erfolgt in Echtzeit und Zahlung wird freigegeben
  5. Händlerinnen und Händler erhält Verkaufspreis vom Finanzdienstleister
  6. Kunde zahlt Rechnung oder Raten bequem per Überweisung oder Lastschrift an den Finanzdienstleister.

BNPL – ist hierbei ein Novum, denn musste man früher zur Bank, um einen Kredit zu beantragen, sind heute nur noch ein paar Klicks nötig. Dies schafft in manchen Kundenkreisen einen zusätzlichen Kaufanreiz. Nach aktuellen Angaben von „Payments Europe“ akzeptieren 16 Prozent der deutschen Händlerinnen und Händler bereits BNPL, während der europäische Durchschnitt bei 23 Prozent liegt. In den kommenden Jahren soll sich das Volumen des BNPL-Marktes laut Branchenexperten vervierfachen, da vor allem junge Kundinnen und Kunden finanziell flexibel bleiben möchten. Jedoch gibt es auch Kritik an der BNPL-Bezahlmethode, denn Konsumenten verschulden sich leichter, schätzen ihre finanziellen Möglichkeiten falsch ein und spüren die mitunter recht hohen Zinsen bei Ratenzahlung erst mit Zeitverzögerung. Die zunehmende Nutzung von BNPL zeigt jedoch, dass vor allem die Vorteile überwiegen.

Sofort-Kredite und Kleinstfinanzierungen werden kundenseitig erwartet, insbesondere von jungen Zielgruppen. BNPL kann über etwaige Anbieter auf in kleinen Betrieben realisiert werden. Ob sich die Erweiterung dieser Rechnung im neuen Gewand lohnt, bleibt jedoch stark abhängig vom Einzelfall.
Marcel Rösel, Projektleiter handel.digital

Die Bezahlmethode „Buy now - pay later“ wird immer beliebter. Es gibt viele Finanzdienstleister, die diese Bezahlmethode anbieten, wie beispielsweise PayPal, Klarna, Afterpay und weitere. Im Durchschnitt verlangen die BNPL-Anbieter Fixkosten ab 30 Cent pro Transaktion sowie 3-6 Prozent Kosten des Umsatzes. In einer Gesamtkostenbetrachtung aller Ausgaben sollte daher berücksichtigt werden, ob dieser Kaufanreiz sich auszahlt. Bei den anfallenden Kosten des Finanzdienstleisters könnten sich Händlerinnen und Händler unterschiedliche Konzepte ausdenken, die häufiges Einkaufen wie beispielsweise von Stammkunden honorieren würden.

Denn entgegen der Erwartung aus den klassischen Ratenzahlungen, werden bei BNPL-Nutzungen meist nicht teure Güter wie Automobile oder Mobiliar gekauft, sondern auch vermehrt Mode- oder Elektroartikel.

So gibt der Zahlungsdienstleister Klarna an, dass pro Warenkorb durchschnittlich Ware im Wert von lediglich 100 Euro mit der BNPL-Funktion gekauft wird.

Weiterer Kaufanreiz für meine Kundschaft durch die BNPL-Bezahlfunktion?

Wenn auch Sie ihre Bezahlmethoden mit Buy now – pay later erweitern möchten, beachten Sie die folgenden Checkout-Erfolgsfaktoren.

BNPL-Checkout Erfolgsfaktoren

  1. Klares Signal
    Signalisieren Sie Ihren Kunden möglichst früh im Kaufprozess, dass Sie Rechnungs- und Ratenkauf anbieten. Online sollten die Gesamtkosten sofort angezeigt werden, um Abbrüche zu verhindern.

  2. Vertrauenswürdiger Ablauf
    Stellen Sie sicher, dass der komplette Bezahlvorgang aus einer Hand kommt. Werden Ihre Kunden im wichtigsten Schritt an einen Drittanbieter weitergeleitet, kann das die Kunden verunsichern und unseriös wirken.

  3. Flexible Raten-Wahl
    Überlassen Sie Ihren Kunden die Entscheidung, in wie vielen Raten sie bezahlen möchten. So können diese Ratenhöhe und Zinssatz an ihre individuelle Situation anpassen.

  4. Schnelle Bonitätsprüfung
    Um den unerlässlichen Prozess der Bonitätsprüfung möglichst rasch umzusetzen, sollten Händlerinnen und Händler Echtzeit-Bonitätsprüfungen nutzen.

  5. W-LAN im Laden für den Checkout
    Damit der BNPL-Checkout reibungslos verläuft, muss eine stabile Internetverbindung gewährleistet sein. Achten Sie auf eine sichere WPA2-Verschlüsselung des Netzwerks.

Zukunft des Payments

Neue Bezahlmethoden sind immer häufiger im Alltag vertreten. Dies zeigt sich auch daran, dass vermehrt große Konzerne ihre digitalen Bezahlmodelle weiter vorantreiben. Markttreibend Händlerinnen und Händler berichten, dass BNPL zu höheren Konversionsraten führt, es steigert den durchschnittlichen Bestellwert und festigt die Loyalität der Nutzer. Die Finanzdienstleister treten auch meist für ihre Kundinnen und Kunden in Vorkasse und dazu sparen sich Händlerinnen und Händler die Interchange-Gebühren für die Kreditkartenanbieter. Somit ändert die BNPL-Funktion nicht nur das Einkaufsverhalten der Kundinnen und Kunden, in Form eines neu gesetzten Kaufanreizes. Vielmehr können auch Händlerinnen und Händler bei einer korrekten Umsetzung sowie der Beachtung der Checkout-Erfolgsfaktoren online wie offline ihr Geschäft steigern.

Ihr Ansprechpartner

Marcel Rösel
Projektleiter handel.digital
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