Amazon eröffnet Live-Shopping Kanal auf Amazon Prime
Die Ankündigung von Amazon, einen Live-Shopping Videokanal auf Prime Video einzuführen, hat bei Händlerinnen und Händlern gemischte Reaktionen hervorgerufen. Während vor allem Herstellende und Influencerinnen und Influencer mit eigener Produktpallette die Möglichkeit begrüßen, ihre Produkte in einem neuen Umfeld zu präsentieren, gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf kleinere Verkäufer.
Für viele Handelsunternehmen bietet die Integration von Live-Shopping auf Prime Video eine aufregende Chance, ihre Produkte einem breiteren Publikum vorzustellen. Die Möglichkeit, während des Streamings von beliebten Videos direkt Produkte zu präsentieren und zu verkaufen, verspricht eine erhöhte Sichtbarkeit und potenziell höhere Umsätze. Der Service soll zunächst nur in den USA verfügbar sein, kann aber, wie gewohnt bei Amazon, schnell auch in anderen Ländern angeboten werden. Die Kosten und Anforderungen für die Teilnahme am Live-Shopping sind hoch und setzen eine Mindestumsatzgröße voraus. Eine Markenregistrierung (Brand Registry) bei Amazon ist Voraussetzung und dürfte für kleinere Handelsunternehmen eine Hürde darstellen, was zu einer weiteren Konzentration des Marktes führen könnte. Trotzdem erkennen viele Händler in den USA bereits das Potenzial von Live-Shopping auf Prime Video und planen, diese neue Funktion in ihre Marketingstrategien einzubeziehen. Indem sie ihre Produkte in Live-Sendungen präsentieren und den Kunden ein interaktives Einkaufserlebnis bieten, hoffen sie, ihre Markenbekanntheit zu steigern und ihren Umsatz zu steigern.
Insgesamt bietet die Einführung von Live-Shopping auf Prime Video sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Händler. Wie sich diese Entwicklung langfristig auf den E-Commerce auswirken wird, bleibt abzuwarten, aber viele Händler sind bereit, die Möglichkeiten zu nutzen, die sich ihnen bieten. Kleine Handelsunternehmen werden aber wohl an Sichtbarkeit verlieren und somit weiter ins Hintertreffen im Kampf um Kundinnen und Kunden geraten. Hier sind andere Strategien gefragt, die einen erfolgreichen Handel unabhängig der großen Player gewährleisten. Schon aus diesem Grund, sollten wir diesen Trend im Auge behalten.

Cyber-Realitätscheck: Warum viele Unternehmen sich in falscher Sicherheit wiegen
Die fortschreitende Digitalisierung bringt enorme Chancen für Unternehmen mit sich – aber auch Risiken. Gerade Händlerinnen und Händler investieren zunehmend in Technologien, um Prozesse effizienter zu gestalten, Kundinnen und Kunden besser zu erreichen oder neue Absatzkanäle zu erschließen. Doch im Bereich IT-Sicherheit herrscht oft eine gefährliche Illusion: Viele Unternehmen glauben, besser geschützt zu sein, als sie tatsächlich sind. Aktuelle Studien decken genau diesen Widerspruch auf und zeigen, wie groß die Lücken zwischen Selbstwahrnehmung und Realität sind.
Data Act: Was kommt auf Händlerinnen, Händler und ihre Kundschaft zu?
Der Data Act gilt ab dem 12. September 2025 verbindlich in der gesamten EU und regelt, wie Daten aus vernetzten Produkten genutzt und weitergegeben werden dürfen. Für Handelsunternehmen besonders relevant sind Geräte, die Kundinnen und Kunden selbst verwenden und bei denen persönliche Daten entstehen – zum Beispiel smarte Küchengeräte, vernetzte Haushaltsgeräte oder intelligente Beleuchtungssysteme.
Meldepflicht elektronischer Kassensysteme bis zum 31. Juli
Unternehmen, die ein elektronisches Kassensystem nutzen, müssen dieses bis spätestens 31. Juli beim Finanzamt melden. Ziel der Meldepflicht ist es, Manipulationen an Kassendaten zu verhindern und die ordnungsgemäße Aufzeichnung von Geschäftsvorfällen sicherzustellen. Wer die Frist versäumt, riskiert unnötige Bußgelder und Ärger bei der nächsten Betriebsprüfung.
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